Campus Galli lässt den Alltag des frühen Mittelalters vor ca. 1200 wieder auferstehen und Besucher erleben eine einzigartige Stimmung ohne Motorenlärm, ohne die Hektik des 21. Jahrhunderts, aber mit vielen fleißigen, ausdauernden Handwerkern und Landwirten, die mit geschulten Händen all das produzieren, was im 9. Jahrhundert zum Bau eines Klosters benötigt wurde – ein Kloster, das neben mehreren Kirchen auch Ställe, Werkstätten, Gärten und Vieles mehr enthielt.

Seit 2013 wurden in einem Waldstück bei Meßkirch viele Bäume gefällt, mit Äxten zu Balken und Bohlen verarbeitet und erste Werkstätten errichtet. Tausende von Arbeitsstunden benötigte die Holzkirche, die 2016 weitgehend fertiggestellt werden konnte: während die Zimmermänner Bohlen für die Wände herstellten, wurde das Dach mit etwa 15.000 Holzschindeln gedeckt, die eigens vom Schindelmacher angefertigt wurden. Auch einen Boden und einen Blockaltar hat die Kirche in diesem Jahr bekommen. Neben den Baugewerken sind auch andere Bereiche des frühmittelalterlichen Lebens Teil der Arbeiten auf dem Campus Galli: An der Weberhütte kann die Arbeit am Webstuhl verfolgt werden, die Färberin kocht gegenüber den Färbesud, Wolle wird gesponnen und Arbeitskleidung aus Leinen und Wolle für die Mitarbeiter genäht. In den Äckern und Gärten wird angebaut was man im frühen Mittelalter zur Ernährung benötigte, und auch Töpfer, Schmiede, Korbmacher und viele andere Handwerker sind täglich im Einsatz, um das Projekt voranzubringen auch wenn sie selbst die Fertigstellung des Klosters wahrscheinlich nicht mehr erleben werden: bis alle Bauwerke errichtet sind, werden viele Jahrzehnte vergehen.

Der Besucher wird immer wieder viele kleine Neuerungen auf dem Gelände entdecken, und wie immer gilt bei Campus Galli: Kein Tag ist wie der andere, die Klosterstadt lebt!

Anschrift

Campus Galli
Hackenberg 92
88605 Meßkirch

TEL: 07575 20647

http://www.campus-galli.de
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