DIE IDEE

DBT_EchtBodenseeCard_Landkreise
Ab 2017 wird es für unsere Gäste nicht nur einfacher, sondern auch sehr viel bequemer: Die ECHT BODENSEE CARD bündelt Tourismus und Mobilität – freie Fahrt mit Bussen und Bahnen im Gebiet des Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbunds (bodo) und eine Vielzahl an Vorteilen bei Freizeit- und Kulturangeboten. Die ECHT BODENSEE CARD ist Produkt-Plattform und attraktive Gästekarte gleichermaßen – zukunftssicher und vernetzt durch modernste Technologie. Ein Meilenstein für den Tourismus am See.

 

FREIE FAHRT UND VIELE VORTEILE

FREIE FAHRT UND VIELE VORTEILE
Die ECHT BODENSEE CARD soll die bestehenden örtlichen Gäste- und Kurkarten auf Papierbasis ablösen und die bislang nur auf lokaler Ebene bestehenden Vorteile hin zu einer regionalen und einheitlichen Gästekarte bündeln. Damit erhalten die Übernachtungsgäste durch die ECHT BODENSEE CARD auch gesammelt Informationen zu möglichen Aktivitäten sowie interessanten Ausfl ugszielen und Angeboten. Zudem ist die ECHT BODENSEE CARD ein ‚Freifahrtschein‘ für Busse und Bahnen (außer Fernverkehr) in der Region: Innerhalb des bodo-Gebietes fahren die Gäste mit der ECHT BODENSEE CARD beliebig oft und kostenlos während ihres Aufenthaltes. Damit kann der ÖPNV zum Bindeglied der verschiedenen Freizeitaktivitäten werden und trägt dazu bei Zeit, Nerven und Geld zu sparen, sowie die Umwelt zu entlasten.

 

ECHTER MEHRWERT, FAIR FINANZIERT

mehrwert
Die ECHT BODENSEE CARD und die kostenlose Nutzung des ÖPNV im bodo werden zusammen über einen Solidarbeitrag von 1 Euro pro Gast und Nacht finanziert und über die örtliche Kurtaxe bzw. Tourismusabgabe abgerechnet. Damit erhalten alle Gäste der teilnehmenden Gemeinden für einen geringen Betrag pro Nacht einen enormen Mehrwert in der ganzen Region – eine unabhängig durchgeführte Studie hat im Jahr 2014 ergeben, dass unseren Gästen die freie ÖPNV-Nutzung im Urlaub sogar bis zu 1,50 Euro pro Übernachtung wert wäre. Die Investition für die Einführung dieses innovativen Systems leistet die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH (DBT) als regionale Tourismus-Organisation und Betreiber der Karte.

 

DIGITAL, VERNETZT, INNOVATIV

DIGITAL, VERNETZT, INNOVATIV
 Die ECHT BODENSEE CARD basiert auf einem digitalen Meldeschein und einer elektronischen Chipkarte. Damit werden die Meldescheine künftig nicht mehr in Papierform, sondern in einem einfachen Online- Formular durch die Gastgeber oder auch vorab durch die Gäste selbst erfasst. Zusammen mit dem Meldeschein kann dann ‚automatisch‘ die ECHT BODENSEE CARD ausgestellt werden, wobei jeder Gast eine eigene Chipkarte bekommt. Alle Gastgeber erhalten dafür kostenlos die nötigen Chipkarten-Terminals, das System wird vor Ort im Betrieb installiert und es erfolgt eine Einweisung in die Software. Die Chipkarten können vom Gastgeber über die örtlichen Tourist-Informationen gegen ein Pfand von 5 Euro pro Karte bezogen werden.

 

EINFACH UND FLEXIBEL

EINFACH UND FLEXIBEL
 Für die Anbindung an Hotelsoftware-Systeme stehen Schnittstellen bereit, die eine direkte Übergabe der Meldedaten aus der Hotelsoftware ins Kartensystem ermöglichen und somit den Meldevorgang auch an der Rezeption einfach und effi zient halten. Das System kann jedoch noch mehr: Als zusätzliches Angebot soll auch die bestehende BodenseeErlebniskarte verkauft und ‚aufgebucht‘ werden können. Ist beim Gastgeber ein kompatibles Schließsystem vorhanden, kann die ECHT BODENSEE CARD gleichzeitig auch als Zimmer- oder Zutrittskarte dienen. Das System ermöglicht es den Gastgebern, bei Bedarf Statistiken und Vergleiche zu erstellen: über ihre eigene Belegung, die Aktivitäten der Gäste und damit interessante Angaben für das individuelle Marketing – natürlich anonymisiert und unter strikter Beachtung des Datenschutzes.

 

EINE KARTE, OFFEN FÜR ALLE

EINE KARTE, OFFEN FÜR ALLE
 Die ECHT BODENSEE CARD steht zum Start den Partner-Gemeinden der DBT bzw. den Gemeinden des bodo-Gebietes zur Verfügung. Sie ist in Konzeption wie Technologie offen für zukünftige Entwicklungen und Kooperationen auf allen Ebenen und in alle Richtungen – von mobilen Anwendungen und elektronischem Ticketing bis zu übergreifenden Produkten. So wurden mit dem Landkreis Konstanz und dem dortigen Verkehrsverbund VHB bereits intensive Gespräche geführt – genauso wie mit der Internationalen Bodensee Tourismus GmbH (IBT) zur Anbindung der BodenseeErlebniskarte als Kaufprodukt wie auch mit der Allgäu-Walser-Card für die Landkreise Lindau und Ravensburg. Das gemeinsame Fernziel heißt dabei: Ein See, eine Region, eine Karte!

Fragen zu Echt Bodensee Card

Da die kostenfreie ÖPNV-Nutzung im gesamten bodo-Verbund einen zentralen Produktbaustein der Echt Bodensee Card darstellt, soll die EBC zunächst in den Landkreisen Bodenseekreis, Ravensburg sowie im Landkreis Sigmaringen (hier sind einzelne Gemeinden von der Tarifkooperation bodonaldo umfasst) eingeführt werden. In einem weiteren Schritt soll die EBC dann auch im Landkreis Lindau, der dem bodo-Verbund voraussichtlich 2018 beitritt, implementiert werden. Das Gästekartensystem ist generell offen nach außen und kann beliebig erweitert werden. So könnte die EBC beispielsweise auch um weitere Gemeinden aus dem Landkreis Sigmaringen, dem Landkreis Konstanz oder auch dem Landkreis Biberach ausgedehnt werden, sofern ein Beitritt touristisch gewollt ist. Als Grundvoraussetzung zur Aufnahme in das Gästekartensystem der EBC muss durch eine beitrittswillige Kommune einerseits die technische Kompatibilität zum System der EBC hergestellt, andererseits müssen im jeweiligen Verkehrsverbund ebenfalls die technischen Voraussetzungen im ÖPNV-System geschaffen werden.

Das Projekt Echt Bodensee Card wird seit Beginn des Jahres 2013 von der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH (DBT), der Bodensee Verkehrsverbundgesellschaft mbh (bodo) sowie den Landkreisen Bodenseekreis, Ravensburg und Lindau vorangetrieben.  Die DBT fungiert dabei als zentrale Schnittstelle zwischen den touristischen Akteuren und dem Verkehrsverbund bodo, der wiederum die Interessen der Verkehrsunternehmen vertritt. Die DBT koordiniert die Einführung sowie den späteren Betrieb der Karte. Außerdem übernimmt sie die Rolle des Systembetreibers, koordiniert in enger Abstimmung mit bodo die Einführung der technischen Systemgrundlagen und übernimmt die Akquise der Gemeinden, das Marketing für die EBC sowie auch die Abrechnung der kostenfreien ÖPNV-Nutzung für Übernachtungsgäste in der Region.

Die EBC ist eine aus Kunststoff hergestellte Karte im Kreditkarten-Format, in der Mikrochips eingebettet sind. Auf diesen berührungslos funktionierenden Chips (RFID) sind die relevanten Informationen wie z.B. der Name des Gastes, die Gültigkeitsdauer der Karte sowie die Nutzungsberechtigung für den ÖPNV wie auch Zugangsberechtigungen zu verschiedenen Freizeiteinrichtungen gespeichert. D.h. im Karteninneren befinden sich die Antennen und Chips - dies kennt man z.B. auch von Mehrtages- oder Saisonkarten in Skigebieten. Damit ist die EBC z.B. im Vergleich zu Karten mit Magnetstreifen weniger anfällig in Bezug auf äußere Einflüsse. Bei den touristischen Attraktionen sowie in Bussen und an Bahnhöfen wird die EBC an ein spezielles Terminal geführt, das die Gültigkeit überprüft und die sogenannte Akzeptanz (= Nutzung einer Leistung z.B. Ermäßigung oder freie Fahrt) auslöst.

Ja, die Karten können im Rahmen ihrer Lebensdauer bzw. technischen Gültigkeit (ca. 5 Jahre) beliebig oft wiederverwendet werden, da die persönlichen Daten (Name, Zeitraum des Aufenthaltes, etc.) nur temporär im Chip gespeichert werden und kein Aufdruck o.ä. erfolgt. Der Gast erhält bei der Anreise eine für ihn und seine individuelle Aufenthaltsdauer freigeschaltete Karte, auf der seine Daten elektronisch gespeichert sind. Bei der Abreise gibt er diese Karte beim Gastgeber wieder ab; die Daten werden gelöscht und die Karte für einen neuen Gast erneut ausgestellt. Gibt ein Gast seine Karte nicht wieder ab oder hat er diese verloren, verliert diese einerseits mit dem hinterlegten Abreisedatum automatisch ihre Gültigkeit oder kann im System gesperrt werden. Um allerdings einen ergänzenden Anreiz zur Rückgabe zu schaffen, wird die EBC aufgrund ihrer materiellen Wertigkeit nur gegen ein Pfand von 5,00 Euro ausgegeben, welches bei der Rückgabe der Karte wieder ausgelöst wird.

Die Basis der EBC stellt zunächst einmal ein umfangreiches touristisches Vorteilsprogramm dar. Die EBC soll die bestehenden örtlichen Gäste- und Kurkarten auf Papierbasis ablösen und die bislang nur auf lokaler Ebene bestehenden Vorteile/Rabatte für die Gäste – meist belaufen sich diese je nach Leistung zwischen 50 Cent und 1,00 Euro – hin zu einem regionalen und einheitlichen Angebot bündeln. Somit erhalten die Gäste zukünftig zahlreiche Vorteile bei Attraktionen in der gesamten Region. Alle teilnehmenden Attraktionen werden durch den Systembetreiber zentral vermarktet und erzielen dadurch eine deutlich höhere Reichweite. Zudem ist die Echt Bodensee Card ein "Freifahrtschein" für Bus und Bahn (außer Fernverkehr) in der Region: Innerhalb des bodo-Gebietes fahren die Gäste mit der Echt Bodensee Card beliebig oft und kostenlos während ihres Aufenthaltes.
Über das Ermäßigungsprogramm und die ÖPNV-Leistung hinaus bietet die Kartenplattform zusätzlich weitere Möglichkeiten, um den Gästen mit touristischen Produkten einen Mehrwert zu verschaffen. So können über das Kartensystem beispielsweise All-Inclusive-Pakete abgebildet werden, die den Gästen nach Ausgabe der Karte die kostenfreie Nutzung der im Paket enthaltenden Leistungen ermöglicht. Diese ergänzenden Angebote können dann ebenfalls über das Kartensystem abgerechnet werden.

Sofern sich eine Gemeinde zur Teilnahme an der EBC entscheidet, werden vorhandene Gäste- bzw. Kurkarten durch die EBC abgelöst. Gleichzeitig gehen vorhandene Gästekarten-Regelungen in der neuen EBC auf. Das bedeutet, dass die mit örtlichen Gäste- bzw. Kurkarten gewährten Rabatte zukünftig allen Inhabern von EBC’s gewährt werden. Wichtig hierbei ist, dass nur gewährte Rabatte in die Fläche gebracht werden sollen, nicht aber kostenfreie Eintritte. Denn werden den Gästen der jeweiligen Gemeinde auf Grundlage der örtlichen Gäste- bzw. Kurkarten komplett freie Eintritte in Einrichtungen der Gemeinde gewährt, so können diese weiterhin mit der EBC in Form eines individuellen Gemeindepaketes abgebildet werden. Bei der Initialisierung einer EBC wird das individuelle Gemeindepaket neben den Basis-Ermäßigungen jeweils automatisch mit auf die Karte gebucht.

Bei dem KONUS-Modell im Schwarzwald auf Basis einer Papier-Gästekarte handelt es sich primär um eine ÖPNV-Leistung. Die dort ausgegebenen Papierkarten ermöglichen im ÖPNV eine reine Sichtprüfung ohne weitergehende Kontrolle oder/und Erfassung von Wegstrecken etc. und erfüllen damit keinerlei heutige Standards im ÖPNV-Ticketingbereich. Darüber hinaus können auf der Papierkarte keine weiteren Pakete "aufgebucht" und abgewickelt werden und die Lösung entspricht damit insgesamt nicht der vorausgesetzten Flexibilität für die EBC.
Die EBC hingegen soll auch einen echten touristischen Mehrwert für die Gäste bieten – daher wird mit der EBC ein zukunftsfähiges elektronisches Gästekartensystem eingeführt, das als technische Grundlage die Möglichkeit zur Abbildung vielfältiger touristischer Produkte bietet. Ferner kann dem Gast nur mit der EBC die kostenfreie ÖPNV-Nutzung im bodo ermöglicht werden, da nur diese zum ÖPNV-Vertriebssystem und dem elektronischen Fahrschein kompatibel ist. Für die bodo-interne Abrechnung der kostenlosen ÖPNV-Nutzung muss zwingend eine Ermittlung der jeweiligen Wegstrecken erfolgen, die wiederum mithilfe der eingesetzten Chipkarten erfasst wird.

Ja, da in den westallgäuer Gemeinden des Landkreises Lindau (Scheidegg, Lindenberg, etc.) im Mai 2014 die Allgäu-Walser-Card eingeführt wurde und auch in wichtigen Tourismusorten im „württembergischen Allgäu“ im Landkreis Ravensburg (Wangen, Isny, Leutkirch, etc.) die Planungen zur Einführung der Allgäu-Walser-Card bereits fortgeschritten sind, wird eine Kompatibilität der EBC mit der Allgäu-Walser-Card angestrebt. Auf diese Weise soll in diesen „Überlappungsgebieten“ nur eine elektronische Gästekarte, die beide Funktionen abbildet, an die Gäste ausgegeben werden, was die Handhabung sowohl für die Ausgabestellen als auch für die Gäste enorm erleichtert.

Die kostenfreie ÖPNV-Nutzung im Rahmen der EBC erfolgt über ein solidarisches Finanzierungs-modell. Dabei wird der entsprechende Solidarbeitrag zweckgebunden für jede meldepflichtige Übernachtung von den Gemeinden entweder über die Kurtaxe oder eine Gästeabgabe vereinnahmt und an die DBT abgeführt, welche die Einnahmen wiederum an die beteiligten Verkehrsverbünde- bzw. unternehmen ausschüttet. Gemeinden, die bisher keine Kurtaxe bzw. Abgabe erheben, können sich durch die Einführung einer Kurtaxe oder eines ähnlichen Finanzierungsmodells ebenfalls am Angebot beteiligen oder den Solidarbeitrag alternativ auch aus dem allgemeinen Haushalt finanzieren.

Die Gäste erhalten ihre Echt Bodensee Cards ab der ersten Übernachtung bei der Anreise direkt von ihrem Gastgeber; die Karten sind dann jeweils für die Aufenthaltsdauer für den ÖPNV frei geschaltet. Bei der Nutzung im Bus werden die Karten beim Einstieg und beim Ausstieg über entsprechende Terminals registriert ("Check-In/Check-Out-Verfahren"); die Karten müssen dazu nur vor die Terminals gehalten werden (berührungslose Datenübertragung). Bei der Nutzung in den Nahverkehrszügen sind an den Bahnsteigen entsprechende Stelen mit Terminals angebracht, bei denen die Karten vor dem Einstieg in einen Zug sowie nach Ausstieg registriert werden müssen. Die An- und Abreise mit der EBC sind ausgeschlossen; sie gilt jedoch ab der Ausgabe auch am Anreise- sowie am Abreisetag.

Die Echt Bodensee Card wird über einen Solidarbeitrag von 1,00 Euro brutto pro Gast und Nacht finanziert und über die örtliche Kurtaxe bzw. Tourismusabgabe abgerechnet. Damit erhalten alle Gäste der teilnehmenden Gemeinden für einen geringen Betrag pro Nacht einen enormen Mehrwert in der ganzen Region. Eine unabhängig durchgeführte Studie hat im Jahr 2014 ergeben, dass unseren Gästen die freie ÖPNV-Nutzung im Urlaub sogar bis zu 1,50 Euro pro Übernachtung wert wäre.

Generell ist der Solidarbeitrag von 1,00 Euro brutto für alle Gäste-Übernachtungen einer Kommune abzuführen. Dennoch wird es ebenso wie bei der Kurtaxe auch beim Solidarbeitrag Ausnahmen für die Abführung des Solidarbeitrages geben können. So sind folgenden Ausnahmen geplant:

  • Kinder unter 6 Jahren
  • Geschäftsreisende, sofern diese nicht freiwillig auf eine Befreiung verzichten oder seitens der Kommune einbezogen werden
  • Patienten von Kliniken oder Heimen, die zumindest einen Teil der Patienten zur Anschluss-heilbehandlung (AHB) aufnehmen
  • Übernachtungen in einer auf Schwerbehinderte spezialisierten Einrichtung
  • Übernachtungen in Beherbergungsstätten, die nach § 23 Abs. 4 des Meldegesetzes von der Meldepflicht ausgenommen sind
  • Übernachtungen von Wohnmobilisten auf Wohnmobilstellplätzen, wenn Stellplätze kostenlos vorgehalten werden

Die EBC bietet als Plattform ein Hintergrundsystem, in dem die elektronischen Meldescheine ausgefüllt und bearbeitet sowie die Karten für die Gäste initialisiert werden. Insofern stellt ein funktionierendes elektronisches Meldewesen eine Grundvoraussetzung für Gemeinden zur Teilnahme dar. Wird von einer Gemeinde bereits ein eMeldewesen verwendet, so können die Meldescheine in der Regel per Schnittstelle aus dem Kartensystem in die jeweiligen gemeindlichen Abrechnungssysteme (eMeldewesen bzw. Kurtaxe-Abrechnung) übergeben werden, ohne dass eine Neuanschaffung notwendig würde. Das Kartensystem wird eine entsprechende Schnittstelle zur Übergabe der Daten (Datenbereitstellung per XML-Datei o.ä.) bereitstellen. Für die Umsetzung der Schnittstellen müssen die Gemeinden selbst mit ihren jeweiligen eMeldewesen-Anbietern sorgen und die Kosten hierfür tragen.
Da die kostenfreie ÖPNV-Nutzung im Rahmen der EBC auf einem solidarischen Finanzierungsmodell beruht, ist es Gemeinden nur möglich, zwingend mit allen meldepflichtigen Übernachtungen am System teilzunehmen. Eine Beschränkung des Angebotes auf nur einzelne Betriebe innerhalb des Gemeindegebietes ist nicht möglich. Darüber hinaus muss eine Gemeinde bei einer Teilnahme auch die gemeindlichen Attraktionen unter entsprechender Vorteilsgewährung für die Gäste mit in das Ermäßigungsprogramm der EBC einbringen.

Die BodenseeErlebniskarte (BEK) wird es in der aktuellen Form auch zukünftig als überregionale und internationale Kaufkarte der Internationalen Bodensee Tourismus GmbH (IBT) geben. Da die EBC auf einer Chipkartentechnologie basiert und das BEK-System lediglich Bar- bzw. QR-Codes liest, ist das System der BEK technisch nicht mit der EBC kompatibel. Dennoch ist auf organisatorischer Ebene eine Verknüpfung der BEK mit der EBC geplant, um den Verkauf der BEK durch sämtliche Gastgeber im DBT-Gebiet zu ermöglichen. Hierfür bietet sich eine bereits im Hochschwarzwald mit der KONUS-Karte praktizierte „Aufkleber-Lösung“ an (Schnittstelle EBC- zu BEK-System). Dabei wird die BEK im System der Echt Bodensee Card als optionales Kaufpaket hinterlegt und beim Verkauf einer BEK aus dem System ein Aufkleber auf einem speziell vorproduzierten Druckbogen erzeugt. Dieser Aufkleber ist dann mit einem Bar-/QR-Code und allen weiteren sicherheitsrelevanten Angaben für die BEK bedruckt und wird in ein für die EBC zur Verfügung gestelltes Kartenmäppchen oder auf eine Kartenhülle geklebt. So kann der Gast gleichzeitig die Leistungen der EBC und der BEK rund um den Bodensee in Anspruch nehmen. Durch diese Verknüpfung würde sich ein großes Netz potentieller Verkaufsstellen für die BEK ergeben und damit für diesen Vertriebskanal eine deutliche Absatzsteigerung einhergehen.

Das elektronische Gästekartensystem der EBC besteht aus mehreren Komponenten, dem Hintergrundsystem, den Terminals bei Gastgebern und touristischen Freizeiteinrichtungen, den Chipkarten sowie Schnittstellen zu Drittsystemen. Nach der Einführung des elektronischen Gästekartensystems fallen zudem laufende Betriebskosten für das Hintergrundsystem sowie den Support der Gastgeber und teilnehmenden Freizeiteinrichtungen an.
Die Investition für die Einführung der System-Komponenten leistet die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH als regionale Tourismus-Organisation und künftiger Betreiber der Karte. Kosten für Schnittstellen können allerdings nicht von der DBT getragen werden; diese müssen von den Gemeinden – für die Schnittstelle zwischen dem eMeldewesen und dem EBC-System – bzw. von den Gastgebern – für die Schnittstellen zwischen der Hotelreservierungssoftware und dem EBC-System – selbst getragen werden.

Die Einführung der Echt Bodensee Card ist eng mit der Realisierung des ÖPNV-Vertriebssystems im bodo und dem damit verbundenen Aufbau der technischen Infrastruktur im ÖPNV verbunden. Nach derzeitigem Planungsstand kann die technische Infrastruktur ab dem Jahr 2016 im ÖPNV installiert und schrittweise in Betrieb genommen werden. Im Anschluss daran wird die EBC in einen Pilotbetrieb starten und ab dem Jahr 2017 schrittweise flächendeckend eingeführt; ein detaillierter Zeitplan wird erarbeitet.

  • freie Fahrt mit Bus und Bahn und zahlreiche Vorteile bei den touristischen Attraktionen in der gesamten Region
  • ein zukunftsfähiges System, welches sich auf dem aktuellsten Stand der Technik befindet
  • mit „Multiapplikationsfähigkeit“ (z.B. eCarsharing), auf deren technischer Grundlage zahlreiche weitere touristische Produkte wie beispielsweise All-Inclusive-Pakte oder auch bereits bestehende Produkte wie die BEK abgebildet werden können
  • Beitrag zur Attraktivitätssteigerung der Destination Bodensee-Oberschwaben und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit
  • trägt zur höheren Akzeptanz der Kurtaxe/Abgabe bei und führt gleichzeitig zu einer höheren Meldeehrlichkeit. Dadurch steigen neben den Übernachtungszahlen folglich auch die Einnahmen aus der Kurtaxe und dem Fremdenverkehrsbeitrag
  • Stärkung des regionalen Wirtschaftsfaktors Tourismus (Umsatzsteigerung in Beherbergung und Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungen), was sich ebenfalls in erhöhten Einnahmen aus dem Fremdenverkehrsbeitrag niederschlägt
  • Das eMeldewesen als Grundvoraussetzung zur Teilnahme am Gästekartensystem führt in den Kommunen zu einer Arbeitserleichterung
  • Die EBC führt zu einer Verminderung des motorisierten Individualverkehrs durch Übernachtungsgäste und einer deutlich stärkeren Nutzung des ÖPNV
  • vielfältige statistische Auswertungsmöglichkeiten

  • spürbarer Mehrwert durch ein attraktives touristisches Angebot in der ganzen Region mit Vorteilen bei Freizeit- Attraktionen und kostenfreier ÖPNV-Nutzung
  • Eine Gästekarte, die zahlreiche Erlebnisse in der gesamten Region bündelt
  • Einfach Einsteigen: Bus und Bahn fahren ohne Fahrkarten zu kaufen und Fahrpreise zu ermitteln
  • Ganz entspannt: Parkplatzsuche und -gebühren fallen weg
  • kein lästiges Wälzen von Prospekten und Flyern, alle Informationen auf einen Blick im gedruckten Erlebnisführer sowie online über mobile Services/App

  • meinen Gästen einen spürbaren Mehrwert bieten mit Vorteilen in der ganzen Region und kostenfreier ÖPNV-Nutzung
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit
  • Echt Bodensee Card als Buchungsargument
  • dabei sein beim umfangreichen Marketing der DBT in den Quellmärkten außerhalb der Region
  • Statistiken: Was nutzen meine Gäste? Wohin fahren sie?
  • elektronische Meldung: kein Vorhalten von Papiermeldescheinen sowie keine persönliche Abgabe mehr bei der Gemeinde
  • schnelleres Erfassen von Gästedaten bei erneutem Aufenthalt durch Übernahme aus „altem“ Meldeschein
  • weniger Diskussionen, höhere Akzeptanz der Kurtaxe durch die Gäste

  • direkte Kommunikation meiner Angebote an die Gäste (über 1 Mio. Übernachtungen)
  • Darstellung im gedruckten Erlebnisführer sowie online über mobile Services und App (Ersparnis eigener Marketingaufwendungen)
  • Kundengewinnung und -bindung über Gewährung eines Vorteils für die Gäste mit EBC
  • höhere Auslastung durch Steuerung von individuellen Angeboten für auslastungsschwache Zeiten (z.B. Sonnenuntergangs-Ticket)
  • dabei sein beim umfangreichen Marketing der DBT in den Quellmärkten außerhalb der Region
  • meine Kunden fahren kostenlos zu mir mit Bus und Bahn
  • Kartenwirrwarr wird ersetzt durch eine einheitliche Gästekarte
  • Statistiken, woher meine Kunden kommen

Deutsche Bodensee Tourismus GmbH, Frau Manuela Kneissler,
Tel. 07541/37834-12, manuela.kneissler@echt-bodensee.de

Landratsamt Bodenseekreis, Frau Claudia Philipp,
Tel. 07541/204-5434, claudia.philipp@bodenseekreis.de

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