Rot, Orange, Braun – wenn sich die Wälder rund um den Bodensee langsam verfärben, dann ist der Herbst da. Weil der See, der wie ein Wärmespeicher wirkt, die Abkühlung verzögert, herrschen auch jetzt noch angenehm milde Temperaturen. Genau richtig also um durch raschelndes Laub durch die wundervolle Landschaft zu wandern.

Der Herbst am Bodensee ist aber nicht nur die Zeit für Wanderer, sondern auch Zeit für Genuss. Wenn die Sonne den See in goldenes Licht taucht, buhlen zahlreiche „genüssliche Veranstaltungen“ um Besucher, wie zum Beispiel die „Apfelwochen Bodensee“ oder auch der Genussherbst am Lindauer Bodensee. Kein Wunder – jährlich werden rund um den See etwa 200.000 Tonnen Obst, vorwiegend Äpfel angebaut. Jonagold, Idared, Gala, Boskop oder Elstar… die Auswahl ist schier umwerfend. Und Herbstzeit ist gleich Erntezeit, das gilt sowohl für die Obsternte als auch für die Weinlese.

Weil es im Herbst schon mal bis zum Mittag dauern kann, bis sich der Nebel verzogen hat, bietet sich auch der Besuch eines der zahlreichen Museen der Bodensee-Region an. Wer die Umgebung lieber per Schiff erkunden möchte, der kommt bei einer Schifffahrt auf seine Kosten. Zwar stellt die Weiße Flotte jetzt langsam aber sicher den Betrieb ein, aber viele kleine private Schiffbetriebe bieten jetzt noch Eventfahrten über den Bodensee an.

Vor dem Winter lohnt sich auch der Besuch der Insel Mainau. Denn hier lockt der letzte farbenfrohe Höhepunkt der Saison: die Dahlien-Blüte. Ein weiterer Vorteil, wenn man die Insel jetzt besucht: Es ist bei weitem nicht mehr so viel los wie noch im Sommer.

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